Das Technoversum auf der "Ladestraße"
Visualisierung Geländeansicht © Carsten Bruns
Die Zukunft des Technikmuseums - Neue Konzeptionen auf historischem Gelände
Seit 2007 verfügt das Deutsche Technikmuseum mit dem Areal des früheren Anhalter Güterbahnhofs über eine zusätzliche Baufläche von über 25.000 qm. Sie ist für die seit langem anstehenden baulichen und thematischen Erweiterungen des Museums bestimmt. In den kommenden Jahren wird das Technikmuseum den Anhalter Güterbahnhof Zug um Zug in ein neues Museumsquartier – das Technoversum - verwandeln.
Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft
Die Globalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sowie die Vernetzung einzelner Lebensbereiche schreiten schneller voran, als man es bei Gründung des Deutschen Technikmuseums 1982 vermuten konnte. Dieser Entwicklung tragen wir mit einem neuen Ansatz zur Analyse und Darstellung der Technik als Teil der heutigen und zukünftigen Kultur Rechnung. Er wird im nächsten großen Bauabschnitt des Museums, dem Technoversum, Gestalt gewinnen.
Das Technoversum - das Museum der Zukunft
Im Technoversum, dem zukünftigen Hauptgebäude, soll konzeptionelles Neuland erschlossen werden. Als wesentlicher Unterschied zu den bisherigen sammlungsbezogenen Ausstellungen wird zukünftig ein themenbezogener Ansatz gewählt: Im Zentrum stehen sechs Foren, die der Beziehung zwischen Mensch und Technik gewidmet sind: Der Mensch, Der Weg, Der Markt, Das Netz, Das Haus, Der Speicher. Um diese Foren werden neue Einheiten des vergrößerten Science Centers gruppiert.
Studiendepots, die einzelnen Sammlungsgebieten gewidmet sind, ergänzen die thematische gegliederte Ausstellung.
Der ehemalige Anhalter Güterbahnhof und die "Ladestraße"
Der Anhalter Güterbahnhof befand sich südlich des Anhalter Personenbahnhofs auf einem Areal, das im Norden vom Gleisdreieck und dem Landwehrkanal, im Westen vom Potsdamer Güterbahnhof, im Süden von der Yorckstraße und im Osten von der Möckernstraße begrenzt wird. Er wurde in den Jahren 1871 bis 1874 nach den Plänen des Architekten Franz Schwechten errichtet.
Von den beiden dreigeschossigen Kopfbauten ist heute nur der östliche Teil erhalten. In ihm befindet sich seit 1990 das Science Center Spectrum der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin. Die dahinter liegende „Ladestraße“ besteht aus zwei Reihen von Empfangs- und Versandschuppen sowie einer dazwischen liegenden Straße. Die Schuppen sind in etwa 800 qm große Segmente unterteilt und insgesamt ungefähr 300 m lang. Auf dieser „Ladestraße“ werden die Erweiterungsbauten für das Deutsche Technikmuseum entstehen.