Vorstufen des Kinos
Camera obscura in Buchform
Schon immer haben “neue Medien” die Menschen fasziniert, ihre Sehgewohnheiten verändert und weitreichende ökonomische und gesellschaftliche Auswirkungen gehabt. Als Besucher können Sie die vielfältigen Entwicklungen der Illusions- und Projektionskunst seit dem Mittelalter in vielen Facetten nacherleben.
Die Camera obscura oder Lochkamera benutzte man hauptsächlich zum Erstellen von Zeichenvorlagen nach der Natur. Sie gilt als direkter Vorläufer der fotografischen Kamera.
Guckkasten um 1830 mit holzgerahmten Kupferstichen
Guckkästen mit gezeichneten oder gedruckten Bildern dienten Schaustellern zum Broterwerb. Erst nach Entrichtung einer gewissen Geldgabe wurde dem Neugierigen durch eine kleine Öffnung Einblick in die verborgene Welt des Kastens gewährt.
Zweistöckige Laterna magica, eingesetzt als professioneller Nebelbildapparat im 19. Jahrhundert
Die Laterna magica begeisterte ein breites Publikum. Mit farbigen, mechanisch beweglichen Glasbildern und vorgetragenen schauerlichen Geschichten beeindruckten Projektionskünstler ihr Publikum auf den Jahrmärkten des 18. und 19. Jahrhunderts.
Als Utensil der Kleinkunst hielt die “Zauberlaterne” Einzug in die heimische Wohnstube. In vielfältigen Formen und Farben wurde sie als Blechspielzeug bis in die 1920er Jahre hinein produziert.
